Engagement



 





Siegel der Initiative-S

Erfahrungen & Bewertungen zu Alonso Wollmann Communications
16.05.18, HHW
Es ist heutzutage en vogue, via Website mitzuteilen, dass bzw. wie man sich für etwas (ehrenamtlich? Zu diesem "Reizwort" an anderer Stelle mehr!) engagiert, nach dem Motto: "Tue Gutes und verbreite es." Das soll ggf. der eigenen und/oder der Unternehmensreputation nützlich sein.

Bisher haben wir / habe ich in erster Linie gehandelt und uns engagiert, sei es sozialer Art (z. B. Menschen umfänglich unterstützt, die sich nur noch eingeschränkt bewegen konnten und die keine Anverwandten mehr hatten) oder sei es auf fachlicher Ebene, wovon die folgenden Bespiele handeln werden.
Der Selbstvermarktungsgedanke stand nicht im Vordergrund bzw. ist (war?) mir wesensfremd.
Doch einige Erlebnisse aus den vergangenen Jahren und den letzten Wochen veranlassen mich, - anders als früher - eher nicht zum Hörer zu greifen und einer "sozialen Regung" zu folgen, einer/m anderen schlicht und einfach (ohne Hintergedanken) zielführende Hinweise für die Behebung teilweise peinlicher Mängel zu geben. In Deutschland kommt das aber i d. R. nicht gut an (siehe Bsp. 2) und dass sich mal jemand bedanken würde (telefonisch oder per Mail), ereignet sich fast so häufig wie ein im Lotto-Vierer. (:-)



Beispiele:
1) Hinweise an einen (im weitesten Sinn) Mitbewerber
Am 09.05.18 sah ich eine Haustür an einem Altbau, die mir gefiel. Auf Nachfrage teilte die Eigentümerin mit, die Tür sei auf der Webseite der Schreinerei zu sehen.
Zuhause die Schreinerei-Webseite ermittelt. Erster Eindruck: nicht übel, tolle handwerkliche Leistungen, die Herren sind offenbar wirkliche Meister Ihres Fachs.
Die Webseite: wenn auch (noch) nicht responsive (für Smartphone geeignet), so doch OK; der Text im Impressum "leicht ungewöhnlich", aber akzeptabel, trotz einiger Rechtschreibfehler (=> z. B. Plural statt Singularform bei Verben etc.) u. a. Aber eine Schreinerei, die einen solchen Text im Impressum hat, bei drei inhaltlich Verantwortlichen, irgendwie ungewöhnlich!?

Meine Erfahrung ließ vermuten, das muss vom Seitenersteller sein, also dem Link zu diesem gefolgt => dort: der identische Text, die identischen Fehler. Ach wie nett, mal wieder ein Beispiel für "Copy&Paste" (in Deutschland sehr beliebt!) ohne sorgfältige QS-Überprüfung, weder vom Ersteller oder dessen Partnern (auf die er via Link hinweist) noch - so nehme ich ausgehend von den Mängeln an - von den Auftraggebern (auch Letzteres bzgl. Webseitenerstellung oft in Deutschland anzutreffen). Ich nehme an, die Herren Schreinermeister würden sich Kunden wünschen, die nach Empfang eines von ihnen erstellten Werks dieses ohne genaue Inspektion abnehmen würden.

Ich hatte mal wieder meinen "sozialen Tag" und rief bei dem Ersteller der Schreinerei-Website an. Der antwortenden, freundlichen Dame schilderte ich das Vorerwähnte. Ob ich sie auf einige Schwächen aufmerksam machen dürfe? Ja, Hinweise nehme man gerne entgegen. Nachdem sie die eigene Impressumsseite geöffnet hatte, las ich die Stellen vor. Sie war hörbar von den Fehlern nicht angetan. Ich wagte, anzuregen, der Inhaber möge die Mängel auch auf der Schreinerei-Seite korrigieren, ohne dafür ein Honorar in Rechnung zu stellen (schließlich seien es seine Fehler, die er übertragen habe); ferner empfahl ich, er möge erwägen, auf der Schreinerei-Impressumsseite den Text leicht zu ändern: weg von der Ich-Form zur Wir-Form oder auch ganz neutral. Sollte er Unterstützung benötigen, könne er sich melden. Ferner wäre es nett von ihm, wenn er den Herren Schreinern einen - wenn auch unbekannterweise - Gruß von mir ausrichten würde und erwähnen würde, wer den Anstoß für die Korrekturen gegeben habe.
Anschließend schaute ich mich noch etwas auf der Webseite dieser Agentur um, sah weitere Schwächen, die zusammen mit Schwächen auf Agentur-Projektreferenzseiten, für mich in Kontrast stehen zu dem Motto: "Qualität und Zufriedenheit unserer Kunden stehen für uns im Vordergrund". Süffisant könnte man fragen: "Was bitte ist: 'Qualität unserer Kunden'"? Wenn, dann müsste es m. E. lauten: "Qualität für unsere Kunden". Wer anderer Meinung ist, bitte melden.
16.05.18: Am Abend des 09.05. erhielt ich eine Mail des Dienstleisters, in der er sich für meine nützlichen Hinweise bedankte (Anm. So etwas passiert i. d. R. fast nie!) und anfügte, manchmal werde "man einfach ein wenig betriebsblind". Ach, wenn es das nur wäre! Ich war heute neugierig, ob der Herr die Fehler auf seiner Impressumsseite und auf der seiner Kunden korrigiert habe.
Auf seiner Seite: Nein! Auf der Kundenseite: bedingt. Er übernahm den Wir-Vorschlag, wodurch drei Verbfehler verschwanden. Drei weitere Fehler wurden nicht korrigiert und zwei weitere kamen neu hinzu.
Ironisches Fazit: Das versteht der Herr anscheinend unter "Qualität für unsere Kunden". Toll!

Die Ausführungen zu den Punkten 2 - 4 werden in den nächsten Tagen folgen.

2) Reaktion einer Pressestellen-Mitarbeiterin einer hessischen Stadt am 08.05.2018

3) Reaktion eines Verbandsgemeindebürgermeisters, dem ich anläßlich unseres Zuzugs im übertragenen Sinn ein m. E. nicht gerade kleines Einstiegsgeschenk machte.

4) Reaktion eines Ortsbürgermeisters, dem ich einige Fragen zu dem "tollen" Impressum seiner Gemeinde mailte.

"Reizwort": ehrenamtlich