Engagement



 







Erfahrungen & Bewertungen zur IT-Kanzlei Wollmann
16.05.18, 26.07.18,HHW
Es ist heutzutage en vogue, via Website mitzuteilen, dass bzw. wie man sich für etwas (ehrenamtlich? Zu diesem "Reizwort" bei Gelegenheit an anderer Stelle mehr.) engagiert, nach dem Motto: "Tue Gutes und verbreite es." Das soll ggf. der eigenen und/oder der Unternehmensreputation nützlich sein.

Infolge einer altruistischen Grundbefindlichkeit tendiere ich grundsätzlich eher dazu, engagiert zu handeln, sei es sozialer Art (z. B. Menschen umfänglich unterstützen, die sich nur noch eingeschränkt bewegen konnten und die keine Anverwandten mehr hatten) oder sei es auf fachlicher Ebene, wovon die folgenden Bespiele handeln werden, als Selbstvermarktungsaspekte in den Vordergrund zu stellen; das Letztere ist mir eher wesensfremd.

Es könnten nun dutzende "Projekte" altruistischen Engagements genannt und belegt werden. Würden das etwas "bringen"? Würde das Sie als Leser ggf. bewegen, mit Ihrem nächsten IT-Projekt uns zu beauftragen?

Wenn ja, würde es uns freuen, das zu erfahren! Und wenn es wichtig für Sie wäre, geben wir Ihnen auch Einblick in unsere Referenzliste.

Dabei kommt mir gerade der Gedanke: Haben Sie von anderen Freiberuflern wie Anwälten, Ärzten, Zahnärzten, Steuerberatern Referenzlisten erhalten (bzw. diese danach gefragt), so dass Sie ggf. vor Beauftragung dieser Personen deren Kompetenzen/Erfolge beurteilen könnten?
Ich meine, die Antwort zu kennen ....

Einige Erlebnisse aus den vergangenen Jahren und den letzten Wochen veranlassen mich, - anders als früher - eher nicht zum Hörer zu greifen und einer "altruistischen Regung" zu folgen, einer/m anderen schlicht und einfach zielführende Hinweise für die Behebung teilweise peinlicher Mängel zu geben. In Deutschland kommt das i d. R. nicht gut an. Dass sich mal jemand bedanken würde (telefonisch oder per Mail), ereignet sich fast so häufig wie ein Vierer im Lotto. (:-)

Beispiele

1) Hinweise an einen (im weitesten Sinn) Mitbewerber
Am 09.05.18 sah ich eine Haustür an einem Altbau, die mir gefiel. Auf Nachfrage teilte die Eigentümerin mit, die Tür sei auf der Webseite der Schreinerei zu sehen.
Zuhause die Schreinerei-Webseite ermittelt. Erster Eindruck: nicht übel, tolle handwerkliche Leistungen, die Herren sind offenbar wirkliche Meister Ihres Fachs.
Die Webseite: wenn auch (noch) nicht responsive (für Smartphone geeignet), so doch OK; der Text im Impressum "leicht ungewöhnlich", aber akzeptabel, trotz einiger Rechtschreibfehler (=> z. B. Plural statt Singularform bei Verben etc.) u. a. Aber eine Schreinerei, die einen solchen Text im Impressum hat, bei drei inhaltlich Verantwortlichen, irgendwie ungewöhnlich!?

Meine Erfahrung ließ vermuten, das muss vom Seitenersteller sein, also dem Link zu diesem gefolgt => dort: der identische Text, die identischen Fehler. Ach wie nett, mal wieder ein Beispiel für "Copy&Paste" (in Deutschland sehr beliebt!) ohne sorgfältige QS-Überprüfung, weder vom Ersteller oder dessen Partnern (auf die er via Link hinweist) noch - so nehme ich ausgehend von den Mängeln an - von den Auftraggebern (auch Letzteres bzgl. Webseitenerstellung oft in Deutschland anzutreffen). Ich nehme an, die Herren Schreinermeister würden sich Kunden wünschen, die nach Empfang eines von ihnen erstellten Werks dieses ohne genaue Inspektion abnehmen würden.

Ich hatte mal wieder meinen "sozialen Tag" und rief bei dem Ersteller der Schreinerei-Website an. Der antwortenden, freundlichen Dame schilderte ich das Vorerwähnte. Ob ich sie auf einige Schwächen aufmerksam machen dürfe? Ja, Hinweise nehme man gerne entgegen. Nachdem sie die eigene Impressumsseite geöffnet hatte, las ich die Stellen vor. Sie war hörbar von den Fehlern nicht angetan. Ich wagte, anzuregen, der Inhaber möge die Mängel auch auf der Schreinerei-Seite korrigieren, ohne dafür ein Honorar in Rechnung zu stellen (schließlich seien es seine Fehler, die er übertragen habe); ferner empfahl ich, er möge erwägen, auf der Schreinerei-Impressumsseite den Text leicht zu ändern: weg von der Ich-Form zur Wir-Form oder auch ganz neutral. Sollte er Unterstützung benötigen, könne er sich melden. Ferner wäre es nett von ihm, wenn er den Herren Schreinern einen - wenn auch unbekannterweise - Gruß von mir ausrichten würde und erwähnen würde, wer den Anstoß für die Korrekturen gegeben habe.
Anschließend schaute ich mich noch etwas auf der Webseite dieser Agentur um, sah weitere Schwächen, die zusammen mit Schwächen auf Agentur-Projektreferenzseiten, für mich in Kontrast stehen zu dem Motto: "Qualität und Zufriedenheit unserer Kunden stehen für uns im Vordergrund". Süffisant könnte man fragen: "Was bitte ist: 'Qualität unserer Kunden'"? Wenn, dann müsste es m. E. lauten: "Qualität für unsere Kunden". Wer anderer Meinung ist, bitte melden.
16.05.18: Am Abend des 09.05. erhielt ich eine Mail des Dienstleisters, in der er sich für meine nützlichen Hinweise bedankte (Anm. So etwas passiert i. d. R. fast nie!) und anfügte, manchmal werde "man einfach ein wenig betriebsblind". Ach, wenn es das nur wäre! Ich war heute neugierig, ob der Herr die Fehler auf seiner Impressumsseite und auf der seiner Kunden korrigiert habe.
Auf seiner Seite: Nein! Auf der Kundenseite: bedingt. Er übernahm den Wir-Vorschlag, wodurch drei Verbfehler verschwanden. Drei weitere Fehler wurden nicht korrigiert und zwei weitere kamen neu hinzu.
Ironisches Fazit: Das versteht der Herr anscheinend unter "Qualität für unsere Kunden". Toll!
26.07.18: Anläßlich einiger Änderungen am Eingangstext dieser Seite schaute ich mal wieder auf der Schreinerseite nach. Die Mängel im Impressum sind behoben; gestalterisch (textsetzungsmäßig) könnte man manches verbessern. sprich übersichtlicher und lesbarer gestalten.
Um zu sehen, was geschehen würde, hatte ich den Herren Schreinern im Mai eine Mail mit Link zu dieser Seite gesandt. Dass die Herren Schreiner sich bis heute nicht dafür bedankt haben (zumindest telefonisch bzw. per Mail), dass ich Ihren Media-Dienstleister auf die vormaligen Schwächen aufmerksam gemacht habe, so dass er sie schließlich behoben hat, wundert mich nicht. Ein solches Verhalten ist in Deutschland - so meine Erfahrung - die Regel, leider!

Anm. v. 26.07.18: Die Ausführungen zu den Punkten 2 - 4 sollten schon lange geschrieben sein, allein in den vergangenen Wochen gab es stets Wichtigeres.

2) Reaktion einer Pressestellen-Mitarbeiterin einer hessischen Stadt am 08.05.2018

3) Reaktion eines Verbandsgemeindebürgermeisters, dem ich anläßlich unseres Zuzugs im übertragenen Sinn ein m. E. nicht gerade kleines Einstiegsgeschenk machte.

4) Reaktion eines Ortsbürgermeisters, dem ich einige Fragen zu dem "tollen" Impressum seiner Gemeinde mailte.

"Reizwort": ehrenamtlich